EconPapers    
Economics at your fingertips  
 

Gender Pay Gap besonders groß bei niedrigen und hohen Löhnen

Patricia Gallego Granados and Katharina Wrohlich ()

DIW Wochenbericht, 2018, vol. 85, issue 10, 173-179

Abstract: Noch immer erhalten Frauen im Mittel geringere Löhne als Männer. Auf Basis einer neuen Auswertung von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt dieser Bericht, dass sich die mittlere Lohnlücke, der Gender Pay Gap, von Vollzeitbeschäftigten in den letzten drei Jahrzehnten deutlich reduziert hat. Im Zeitraum 2010 bis 2014 lag sie bei 16 Prozent. Die Lohnlücke ist nach wie vor an den Rändern der Lohnverteilung sowie für Personen mit Kindern höher und steigt mit dem Alter an. Dies deutet auf weiterhin bestehende Schwierigkeiten für Frauen hin, aus dem Niedriglohnsektor aufzusteigen und insbesondere Positionen im Top-Segment zu besetzen. Zudem legen die deskriptiven Befunde negative Auswirkungen der ungleichen Aufteilung der Sorgearbeit auf die Lohnentwicklung nahe. Um den Ursachen des Gender Pay Gaps entgegenzuwirken, bedarf es vielfältiger gesellschaftlicher Veränderungen. Die Politik sollte bessere Rahmenbedingungen für eine geschlechtergerechtere Aufteilung der Erwerbsund Sorgearbeit setzen, beispielsweise durch eine Reform des Ehegattensplittings oder einen Ausbau der Partnermonate beim Elterngeld. Unternehmen sind gefordert, ihre Organisationsstrukturen konsequent daraufhin auszulegen, dass Chancengleichheit von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt gegeben ist.

Keywords: Gender Pay Gap; Wage Distribution (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: J16 J31 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2018
References: Add references at CitEc
Citations: Track citations by RSS feed

Downloads: (external link)
http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.579688.de/18-10-1.pdf (application/pdf)

Related works:
This item may be available elsewhere in EconPapers: Search for items with the same title.

Export reference: BibTeX RIS (EndNote, ProCite, RefMan) HTML/Text

Persistent link: https://EconPapers.repec.org/RePEc:diw:diwwob:85-10-1

Access Statistics for this article

DIW Wochenbericht is currently edited by Tomaso Duso, Ferdinand Fichtner, Marcel Fratzscher, Peter Haan, Claudia Kemfert, Alexander Kriwoluzky, Stefan Liebig, Lukas Menkhoff, Johanna Möllerström, Karsten Neuhoff, Jürgen Schupp, C. Katharina Spieß, Gritje Hartmann, Wolf-Peter Schill and Mathilde Richter

More articles in DIW Wochenbericht from DIW Berlin, German Institute for Economic Research Contact information at EDIRC.
Bibliographic data for series maintained by Bibliothek ().

 
Page updated 2019-10-12
Handle: RePEc:diw:diwwob:85-10-1