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Öffentliche Investitionen sind wichtige Voraussetzung für privatwirtschaftliche Aktivität

Marius Clemens, Marius Goerge and Claus Michelsen

DIW Wochenbericht, 2019, vol. 86, issue 31, 537-543

Abstract: Die Investitionen im Euroraum sind auch zehn Jahre nach der Finanzkrise noch immer nicht auf dem Vorkrisenniveau. Öffentliche und private Investitionen entwickeln sich so schwach, dass der Kapitaleinsatz pro Erwerbstätigem nahezu konstant bleibt. Ein Anstieg der öffentlichen Investitionstätigkeit könnte auch die private anregen. Schätzergebnisse für den Euroraum zeigen, dass ein Anstieg öffentlicher Investitionen um eine Milliarde Euro mit einem mittelfristigen Anstieg der privaten Investitionen von etwa 1,1 Milliarden Euro einhergeht. In Deutschland ist der Effekt sogar etwas größer: Eine investierte öffentliche Milliarde Euro erhöht die privaten Investitionen im Zeitraum von fünf Jahren um knapp zwei Milliarden Euro. Der Effekt wird insbesondere durch Bau- und Infrastrukturinvestitionen getrieben. Die weitreichende Investitionszurückhaltung der öffentlichen Hand könnte somit auch einen Teil der Schwäche der privaten Investitionstätigkeit erklären. Öffentliche Investitionen müssen jetzt verstärkt getätigt werden. Dazu sollte die starre Schuldenbremse von flexibleren Ausgabenregeln abgelöst werden.

Keywords: Investment; Crowding-In; Public Finance (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: E22 E62 H54 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2019
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