ran-Krieg und Energiepreisschock gefährden wirtschaftliche Erholung - Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung 2026/2027
Christian Breuer (),
Sebastian Dullien (),
Alexander Herzog-Stein (),
Christoph Paetz (),
Katja Rietzler (),
Sabine Stephan (),
Thomas Theobald,
Silke Tober () and
Sebastian Watzka ()
Additional contact information
Christian Breuer: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Sebastian Dullien: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Alexander Herzog-Stein: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Christoph Paetz: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Katja Rietzler: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Sabine Stephan: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Silke Tober: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Sebastian Watzka: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
No 200-2026, IMK Report from IMK at the Hans Boeckler Foundation, Macroeconomic Policy Institute
Abstract:
Die Weltwirtschaft wird im Jahr 2026 durch den Iran-Krieg und den damit einhergehenden sprunghaften Anstieg der Energiepreise spürbar belastet. Eine anhaltende Blockade der für den globalen Rohöl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus und die Zerstörung von Förderkapazitäten benachbarter Staaten könnte zur Folge haben, dass die Inflation stark steigt, die wirtschaftliche Stagnation in Deutschland anhält und die Industrieproduktion weiter zurückgeht. Der Basisprognose liegt die Annahme zugrunde, dass der Rohöl- und der Erdgaspreis bis August 2026 bei durchschnittlich 85 US-Dollar je Fass bzw. 47 Euro je Megawattstunde liegen. Ein Risikoszenario beinhaltet eine längere Kriegsdauer und deutlich höhere Energiepreise. Der Energiepreisschock trifft die deutsche Wirtschaft in einem Moment, in dem eine durchgreifende binnenwirtschaftlich getragene Erholung absehbar war. Das deutsche BIP wird in der Basisprognose in diesem Jahr um 0,9 %, im kommenden Jahr um 1,6 % zunehmen. Im Risikoszenario verringern sich diese Wachstumsraten auf 0,2 bzw. 1,4 %. Das Wachstum in Deutschland wird von expansiven Impulsen durch staatliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung sowie private Konsumausgaben getragen. Das Budgetdefizit steigt in Folge der expansiven Impulse in diesem Jahr auf 3,8 % des BIP und auf 3,9 % 2027. Die Verbraucherpreise dürften in diesem Jahr um 2,4 % und im kommenden Jahr um 1,7 % zulegen. Die abhängige Beschäftigung wird in diesem Jahr um 0,2 % sinken und 2027 dann um 0,1 % zunehmen. Die Arbeitslosenquote bleibt im Jahresdurchschnitt im Prognosezeitraum unverändert bei 6,3 %.
Keywords: Konjunktur; Prognose; Konjunkturprognose (search for similar items in EconPapers)
Pages: 30 pages
Date: 2026
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